chef select – Lasagne Bolognese

Was tun wenn an einem Feiertag der Magen knurrt und man wie immer keinen Bock hat selbst zu kochen? Der mitdenkende Gourmet geht am Vortag zu Lidl und ordert 1kg feinste Lasagne beim Kühlregal. Ob man damit durch den Feiertag kommt und ob sich der Gang zum Diskonter dafür auszahlt? Wir haben’s getestet.

 

Geschmack: 🍴🍴🍴🍴/5

Gleich zu Beginn sei auf die genaue Bezeichnung eingegangen. Laut Verpackung handelt es sich um eine Lasagne Bolognese mit Bolognesesauce, cremiger Béchamelsauce und aufgestreuten Emmentaler. Klingt ganz gut. Schmeckt ganz gut.

Und das ist wichtig, weil wir generell bei Lasagne besonders kritisch sind. Warum? Weil Lasagne und Pizza aus unserer Sicht so etwas wie die Königsklassen der Fertiggerichte sind. Schließlich gibt’s nix einfacheres in der Zubereitung:

  • Raus aus der Verpackung
  • Rein in den Ofen
  • Essen

Sofern ihr also einen IQ habt, der über der Grenzdebilität liegt, solltet ihr im Zubereitsungsprozess einer Lasagne oder einer Fertigpizza nur geringe Schwierigkeiten haben. Mit anderen Worten: Man kann’s kaum versauen. Da menschliches Versagen also nahezu ausgeschlossen werden kann, kann relativ einfach beurteilt werden, ob das Produkt selbst etwas taugt oder nicht. Und ja, es schmeckt.

Konsistenz ist okay, könnte aber etwas bissfester sein. Generell kommt einem die ganze Geschichte etwas weich und labbrig vor. Tut dem Geschmack selbst aber nichts. Es war wirklich gut.

 

Preis/Leistung: 💰💰💰💰💰/5

Das Ding kostet 2,29€. Mehr braucht man dazu wohl nicht sagen. Der Strom meines Ofens zum Backen der Lasagne kostet wahrscheinlich mehr. Extrem günstig. Vor allem unter der Berücksichtigung, dass ihr für das Geld ein ganzes fucking Kilo Lasagne bekommt. Unfassbar eigentlich.

Bei solchen Preisen denkt man ja schnell an nichts Gutes. Ob die Qualität da stimmt und ob da jeder Beteiligte das bekommt, was er verdient? Ob da im Distributionsprozess jeder das verdient, was er eigentlich bekommen sollte? Bekommt da jeder einen fairen Lohn? Ist das ethisch korrekt? Keine Ahnung. Uns doch egal. Hauptsache billig.

 

Aussehen: ⭐⭐/5

Für’s Auge ist es nix. Während das Ding frisch aus der Verpackung halbwegs nach Form aussieht, zerfällt spätestens fertig gebacken alles in seine Einzelteile. Zugegeben Einzelteile stimmt nicht ganz. Eher ist es ein Haufen wie hingerotzt oder hingeschissen. Sofern jemand aber auch nur einen Hauch mehr Geschick mitbringt als wir, könnte diese italienische Spezialität eventuell doch noch etwas appetitlicher angerichtet werden. In unserem Fall reicht aber eine lieblos auf den Teller geklatschte Lasagne aus. Schließlich wollen wir futtern und das Ding nicht ansehen.

Sofern ihr dennoch nicht gänzlich auf dekorative Elemente verzichten wollt, könnt ihr auch gern auf die nächste Wiese gehen, und euch mit etwas Gras einen Salat pflücken. Sieht doch gleich besser aus.

 

Gesund: 🥦🥦/5

Was ist drin in dem Ding?

Trinkwasser, 24% Schweinefleisch*, 11% Tomatenmark doppelt konzentriert, Hartweizengrieß, 5% Emmentaler, 4, 5% Zwiebeln, Magermilchpulver, modifizierte Stärke, Weizenmehl, pflanzliche Öle (Kokosnuss, Raps), Gewürze, Kräuter, Speisesalz, Laktose, natürliche Aromen (enthält Milch, Weizen, Gerste), Milcheiweiß, Volleipulver**, Säureregulator: Citronensäure; Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren. *entspricht 12% Fleischanteil gegart. **von Eiern aus Bodenhaltung. Kann Spuren von Fisch, Krebstieren und Sellerie enthalten.

Also nix drinnen, was nicht zu erwarten wäre.

Bezüglich Kalorien und so sagt der Hersteller, dass 1kg Lasagne für drei Portionen reichen soll. Anscheinend bin ich also drei Personen. Lol.

 

Fazit  🏆🏆🏆/5

Summa summarum ein gutes Gericht für jeden der gern italienisch isst. Oder für jemandem wie in unserem Fall: wenn ihr einfach keinen Bock habt zu kochen.


Trotzdem sehen wir die Lasagne beim Konkurrenten von Lidl, der auch „aldi“ Produkte (lol, Wortspiel) hat, leicht im Vorteil.

XOXO,
Ihr BucketBoy

 

„Zutaten“

  • chef select – Lasagne Bolognese
  • Gras, auch bekannt als Grünzeug oder Salat

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